Dezember 2023
Novo Nordisk - der Patient im Fokus

Diabetes war in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine tödliche Krankheit. 1920 betrug für Diabetiker die Lebenserwartung nach Diagnose noch drei Jahre. 1922 kehrte das dänische Ehepaar August und Marie Krogh aus Kanada mit den Patentrechten zur Produktion von Insulin in Skandinavien zurück. Ein Jahr später, wurde von August Krogh und Hans Christian Hagedorn das „Nordisk Insulinlaboratorium“ gegründet. 1925 wurde das dänische Unternehmen Novo Terapeutisk Laboratorium gegründet, das sich auch auf die Insulin-Produktion konzentrierte. Bereits 1925 hatte sich unter anderem dank der unternehmerischen Initiative der Herrn Krogh und Hagedorn, die Lebenserwartung von Diabetespatienten nach Diagnose von drei auf 30 Jahren erhöht. Beide Unternehmen entwickelten sich zu führenden internationalen Insulinherstellern, die sich im Jahre 1989 zum heutigen Unternehmen Novo Nordisk zusammenschlossen.

Somit war 1923 war die Geburtsstunde des Unternehmens Novo Nordisk, das sich in den letzten 100 Jahren aus Dänemark heraus nicht nur zum Weltmarktführer zur Behandlung von Diabetes entwickelt hat, sondern auch mit einem speziellen Medikament, Wegovy, übergewichtigen Menschen hilft, abzunehmen. Außerdem soll Wegovy dazu beitragen, dass für übergewichtige Patienten die Wahrscheinlichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall um 20% abnimmt. Das Unternehmen fokussiert seine Forschungsanstrengungen auf 4 Kernbereiche: Diabetes, Übergewicht, seltene Krankheiten sowie chronische Erkrankungen.

Novo Nordisk hat die Ambition für die Gesellschaft, für Aktionäre und das Unternehmen Mehrwerte zu schaffen. Dieser Anspruch wurde vom Management in den vergangenen Jahrzehnten glaubwürdig vorgelebt und umgesetzt. Finanzkennzahlen des Geschäftsjahres 2022 wie Kapitalrendite (73,6%), Nettoverschuldung (4,8%) und operative Marge (42,3%) unterstreichen den betriebswirtschaftlichen Erfolg von Novo Nordisks Strategie. Im Geschäftsjahr 2022 wuchs der Umsatz im Diabetesgeschäft um 14% und der Umsatz mit Medikamenten zur Behandlung von übergewichtigen Patienten um 84%. Das Ziel, durch Innovationen das Leben von Patienten mit chronischen Krankheiten zu verbessern, wird durch einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung (F&E) untermauert: Die F&E-Ausgaben als Prozentsatz der Nettoumsätze erhöhten sich von 12,2% (2020) auf 13,6% (2022).

Die Geschäftsrisiken der Novo Nordisk Gruppe sind nicht unerheblich: Sie umfassen zum Beispiel sogenannte „klinischen Pipeline Risiken“ (Produkte kommen nicht oder nur mit Verzögerung auf den Markt), Risiken im Hinblick auf Lieferketten, Produktqualität und Produktsicherheit sowie Marktveränderungen oder Krisen in Gesundheitssystemen, die gravierende Folgen für die Vergütung der Produkte von Novo Nordisk mit sich bringen können. Hinzu kommen IT-Sicherheitsrisiken, Rechts- und Patentrisiken sowie finanzielle Risiken. Das Management überwacht diese Risiken anhand eines „Risikogitters“, in dem unter anderem alle sechs Monate eine umfassenden Risikoanalyse durchgeführt wird. Ziel ist es, die operativen Risiken zu identifizieren, die die Geschäftstätigkeit in den nächsten drei Jahren am stärksten beinträchtigen könnten.

Uns gefällt an Novo Nordisk die Entschlossenheit des Managements, durch enorme Forschungsanstrengungen das Leben chronisch kranker Patienten zu verbessern und dabei auch Nutzen für Gesellschaft, Aktionäre und Mitarbeiter zu stiften. Die Unternehmenskultur wirkt auf uns attraktiv und glaubwürdig: Aufgrund der exzellenten Reputation wirkt Novo Nordisk wie ein Magnet auf talentierte Forscher und Wissenschaftler. Es gilt jedoch auch: Vergangene Erfolge sind keine Garantie für zukünftige Erfolge. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass es dem Management von Novo Nordisk auch in geschäftlich schwierigen Phasen gelingen wird, das Unternehmen auf Kurs zu halten.

Autor: Jochen Kurz


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